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Der Geist der Weihnacht…????

von Dez 24, 2018Blog0 Kommentare

Am Ende jeden Jahres fällt mir auf, dass ich zu keiner Zeit größeren Stress habe, als zur Weihnachtszeit. Und obwohl ich mir spätestes ab dem 20.12. wünsche, die Tage mögen doch bitte achtundvierzig Stunden haben, um alles zu besorgen und zu organisieren, was nötig, verschwindet eines niemals aus meinem Gesicht – das Lächeln. Warum ist das so? Ich sollte doch müde dreinblicken, schlecht gelaunt sein, gereizt, genervt und erschöpft wirken. Was ist falsch mit mir?
Ich habe gelesen, dass ein berühmter Stressforscher (mega Beruf) gesagt hat, Stress sei die Würze des Lebens. Natürlich nicht jeder x-beliebige, sondern nur einer, der positive! Eustress, nennt man diese gute Form von Stress, die uns zwar extrem fordert, aber für etwas, dass wir lieben. Die Vorsilbe „Eu“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „gut“. Weihnachten stresst mich also, aber das tut mir gut.
Heute, am Weihnachtsmorgen, ist unsere kleine Katze Suzi gestorben, sie ist leider nicht sehr alt geworden und war das Haustier unserer jüngeren Tochter. Das Fest der Liebe und der Freude wurde jäh und unerwartet zu einem Trauertag. Eigentlich wären noch ein paar letzte Einkäufe zu erledigen gewesen, aber so unternahmen wir zur Ablenkung für uns alle, aber vor allem für unsere Kleine, eine Fahrradtour. Sie selbst hat sich das gewünscht. Die Bewegung an der kalten Luft und die damit verbundene Anstrengung hat uns allen geholfen, nicht mehr ganz so traurig zu sein. Schon auf dem Rückweg wurde klar, dass der nahende Ladenschluss alle Chancen, doch noch einzukaufen, zunichte machten würde. So haben wir notgedrungen ein paar Anrufe an unsere Familie und Freunde gestartet.
Wer Zeit hatte, kam vorbei, brachte mit, was zu Hause entbehrlich war, setzte sich zu uns um unseren alten, großen Holztisch und blieb länger, als geplant. Wir schauten Bilder von Suzi an und redeten über die schöne Zeit, die wir mit Ihr hatten. Am Ende blieb so viel Essen und Trinken  übrig, dass wir wahrscheinlich bis Silvester noch davon zehren können. Mir wurde wieder einmal klar, worauf es zu Weihnachten wirklich ankommt. Nicht um teure oder exklusive Geschenke, den Jahrhundert-Wein und auch nicht um die Weihnachtsgans in Rekordgröße. 
Auch selbstgemachte Limonade, Bockwürstchen und Kartoffelsalat geben ein herrliches Festmahl, wenn man es mit der richtigen Menschen teilt. Wenn ein guter Geist durch die Gespräche weht und man beieinander ist, wenn mehrere Generationen zusammenkommen und es die selbstverständlichste Sache der Welt ist. 
Zu Weihnachten funkelt und leuchtet es überall, es gibt schon eine Menge Lametta und Bling-Bling, aber das Leben ist nichts für Feiglinge. Wirklich stark, ist man nur in einer guten Gemeinschaft. Ich bin sehr dankbar für meine wunderbaren Eltern, die mir so viel Liebe gegeben haben, dankbar für den besten Mann der Welt, meinen Jani, der nebenbei auch noch ein Superpapa ist. Ich bin unendlich dankbar für meine beiden gesunden und einzigartigen Kinder, dankbar für unsere tollen Hunde und die eine, uns noch gebliebene Katze, die alle zu unserer Familie gehören. Und für die kurze Zeit mit unserer Suzi bin ich dankbar. Der Tag lief anders, als geplant, weil sie starb. Vielleicht denken jetzt einige, hey, es war nur ne Katze, nun lass mal die Kirche im Dorf, sowas passiert halt. Ja sie war unsere Katze und wegen ihr wurde die dieser Tag erst zu einem der traurigsten des letzten Jahres, aber dann auch zu einem der schönsten.
Ich bin dankbar für meine Familie & Freunde, die gelassen, treu und voller Liebe meine Stärken und auch meine Schrullen ertragen.
Ich liebe Weihnachten und den Eustress, den es auslöst. Ich wünsche Euch alle eine gesegnete und glückliche Zeit, 
Eure Anna