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Leb Deinen Traum…

von Feb 8, 2019Blog8 Kommentare

Das sagt sich leicht und klingt erstmal gut. Aber auch den schönsten Traum lebt man nicht einfach so, sondern muss oft einen langen und steinigen Weg gehen, bis man das endlich sagen kann: Ich lebe meinen Traum. Hat man es geschafft, wird man allerdings auch ganz anders für sein Durchhalten belohnt. Bei mir war es immer das Musik-machen. Schon mit 12 Jahren wollte ich Sängerin werden, mit 14 habe ich dann versucht, eigene Songs zu schreiben, und heute, ein halbes Leben später, halte ich meine erstes, selbst gemachtes Album in der Hand, meinen WERKZEUGKASTEN.

Es ist vieles passiert in diesen Jahren und das Schreiben der Songs für mein Album war eine sehr emotionale Reise durch meine bisherige Zeit auf diesem Planeten. Jeder Song ist eine Haltestelle. Ich musste oft schmunzeln auf dem Weg in die Vergangenheit und wieder zurück. Manches brachte mich zum Lachen, anderes ließ Tränen fließen. Das alles ist nun irgendwie zu Musik geworden, zu Textzeilen, kleine Konservengläser meines Lebens.

Schnell war mir klar, dass aus der Idee nachzuschauen was mich da umtreibt, ein Album wächst. Das Ganze hatte in einem solchen Tempo eine Eigendynamik entwickelt, das ich oft das Gefühl hatte, in einem Teilchenbeschleuniger mit bis zu 300 km pro Sekunde unterwegs zu sein.
Ja …, das ist ein persönliches Album.

Klar hatte ich auf meinem Weg auch Zweifel, klar hat meine Idee nicht überall Begeisterung ausgelöst, und klar hat auch mein Tag nur 24 Stunden und die sind bereits ziemlich voll, aber ich kann nicht aus meiner Haut. Wenn jede Pore in mir sagt, mach-Anna-komm-Anna-mach, dann muss ich wagen, kämpfen, ausprobieren, experimentieren und manchmal eben einfach machen.

Als ich klein war, hat mein Papa mich immer Träumer oder Clown genannt. Clown, weil ich meistens ohne Punkt und Komma geredet habe und nie still sitzen konnte, und Träumer, weil ich einfach oft verrückte Ideen hatte. Er hat damals gesagt: „Ich wünsche mir, dass Du für Deine Träume aufstehst, für sie etwas riskierst und dass Du sie lebst.
Und ich denke, genau das bin ich geworden. Eine Frau, für die gilt: „geht nicht, gibt es nicht“, die Ihre Träume lebt, die etwas schaffen und damit etwas hinterlassen will, das nachhaltig ist.

Als wir an dem Punkt waren, dass die ersten Videos gedreht werden sollten, hatte ich jede Menge Ideen. Die meisten waren leider zu teuer, um sie umzusetzen, aber es hat Spaß gemacht drauf rum zu denken. Je mehr ich versuchte, meinen Leuten all die Ideen zu erklären, um so stärker wuchs mein Wunsch das Ganze selbst zu inszenieren. Die Regie für meine ersten vier Videos zu übernehmen, lag dann für mich irgendwann auf der Hand.
Ich wusste, vier Tage für vier Videos, das ist sportlich und wird anstrengend, und zwar für alle.
Wahnsinn…!

Neben meinem wunderbaren Kameramann, Ralf Noack, hatte ich ein unglaubliches Team an meiner Seite und dafür bin ich unendlich dankbar. Ralf, Pepi, Kathi, Floh, Ragna, Max, Frank, Paula, Richart, Uli, Franky, Tobias, Michael, Birk und natürlich Onkelchen Bernd, ich danke Euch für Euren geilen Support.

Für das Video Startschuss z. B. Hatte ich die rettende Idee, meinen alten Freund, den Schauspieler, Aleksandar Jovanovic, zu fragen, ob er mich für die Choreografie unterstützen mag. Aleksandar hatte schon immer ein wahnsinniges Händchen für Bewegungen, ich glaube, er wäre auch ein Ausnahme-Tänzer oder ein Meister-Choreograf geworden.
Wie immer hatten wir beide, bei unserem ersten Telefonat zu dem Thema, wenig Zeit. Aleksandar sagte: „Klar ich bin dabei, ich helfe Dir Anna.“

Ein paar Wochen später, holte ich ihn, witziger Weise, von seinem Tanztraining für eine Filmrolle ab und wollte mit ihm beim Kaffee ein wenig genauer besprechen, was ich da so vorhatte.
Irgendwann stand er auf, fasste sich an die Stirn und sagte. „Anna, ich dachte, ich soll Dich ein wenig coachen, was Deine eigenen Bewegungen angeht, aber Du hast nichts von zwanzig bis fünfundzwanzig Leute gesagt, die keine Tänzer sind. Du bist verrückt!“

Ihr müsst wissen, ich habe viele Jahre gemeinsam mit Aleksandar in einer WG gewohnt, er ist für mich wie ein Bruder. Wir sind damals oft umgezogen. Und es kam schon mal vor, dass ich am Tag des Umzuges glorreiche Ideen hatte, wie z. B. Die Nacht damit zu verbringen, in der gesamten Wohnung, die Auslegware und die sich darunter befindenden riesigen Press-Holz-Platten herauszureißen um dann am nächsten Tag die alten Dielen abzuschleifen und zu ölen.
Ist nicht so, dass Aleksandar sich nach den Aktionen nicht gefreut hat, das wir so Sachen durchgezogen haben und danach eine mega Bude hatten, aber in dieser Nachte, voller Arbeit, hat er mich einfach verflucht.

„Du bist verrückt!“ …, diesen Satz hatte ich von Ihm also nicht zum ersten Mal gehört und wir beide mussten schallend lachen, da wir mit Ihm im Wurmloch der Zeit zurückreisten, in unsere einzigartigen, wunderbaren Studententage.
Wieder ein paar Tage später, stand Aleksandar dann an unserem Set und brachte, gemeinsam mit mir, einen Tag lang, 25 Freunde, die keine Tänzer waren, dazu sich durch die Kulisse zu bewegen, als wären sie welche. Es war der dritte von vier Tagen unseres Videodrehs und ich war über glücklich, das mein Freund, mal wieder eine meiner verrückten Ideen mit mir gegangen ist.

Als ich am Abend nach dem Dreh im Bett lag, dachte ich lange darüber nach, was genau Menschen dazu bringt, zu versuchen Ihre Visionen und Träume zum Leben zu erwecken. Was genau macht den Unterschied, zwischen denen die Ihre Träume leben und denen die eben nur träumen.

Vielleicht ist es der Mut zu scheitern, oder die Suche nach Menschen – die an einen Glauben, oder weil man keine Ausreden mag und sich seiner Furcht stellen will, oder einfach nur der simple Drang seinem Herz zu folgen und das Glück in die eigenen Hände zu nehmen.
Was auch immer der exakte Antrieb ist, es ist schön die Komfortzone manchmal zu verlassen, es ist toll sich selbst zu überraschen und verantwortlich für sein Glücksgefühl zu sein und es ist überhaupt nicht schlimm auch mal einen Fehler zu machen.
Lasst uns unsere Träume leben!
Eure Anna