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Valentinstag, der Tag der Liebenden

von Feb 14, 2019Blog9 Kommentare

Heute Morgen hat meine kleine Tochter Schokolade für Ihre Freunde in Ihren Schulrucksack gepackt, Sie hatte wunderschöne Herzchen dazu gemalt.
Da fiel es mir ein, verdammt es ist Valentinstag und ausgerechnet heute hat unsere Kinderfrau frei.
Bis heute dachte ich, Valentinstag sei eine Erfindung der Amerikaner, um auf Ihre turbokapitalistischen Art einen frischen Dollar zu machen. Ich habe es heute mal nachgeblättert und festgestellt, ich habe mich geirrt. Englische Auswanderer nahmen das Brauchtum zum Valentinstag mit in die Vereinigten Staaten. Und in Westdeutschland wurde der Valentinstag wiederum nach dem Zweiten Weltkrieg durch dort stationierte US-Soldaten verbreitet. Im Jahre 1950 veranstaltete man in Nürnberg den ersten „Valentinsball“, wahrscheinlich mit einer Menge Lebkuchenherzen.
Da es in der DDR weder Amerikaner noch Engländer gab, gab es bei uns im Osten auch vor 1989 keinen Valentinstag.
Die Wiedervereinigung feiert in diesem Jahr 30. Geburtstag, das heißt seit 30 Jahren ist der Valentinstag nun gesamtdeutsch.
Aber wie man sieht, hab ich ihn immer noch nicht auf den Schirm, was vielleicht ein gutes Zeichen ist, da mich augenscheinlich die Werbung nicht erwischt, und ich sozusagen nicht unter dem Einfluss der Großkonzerne meine Woche strukturiere.
Aber was ist denn jetzt eigentlich der Ursprung vom Valentinstag? Es gab einen heiligen Valentin, obwohl man sagen muss, dass im heiligen Verzeichnis, unter dem 14. Februar, mehrere Valentins stehen, nämlich drei. Ein römischer Priester, ein Bischof der italienischen Provinz Terni und noch ein dritter, der mit christlichen Märtyrern in Afrika gelitten haben soll. Wobei ich finde, dass der in Rom, als Priester, arbeitende Valentin als Schutzpatron der Liebenden am besten passt. Es sieht so aus, als wäre dieser Valentin damals zum Tode verurteilt worden, da er verbotenerweise junge Paare nach christlichen Zeremoniell traute. Die Legende sagt, dass der zu Tode verurteilte einem Blinden Mädchen einen Brief schrieb, der wiederum der Guten das Augenlicht wieder gab. Mein Gott, das alles war vor einer Ewigkeit und hat trotz allem überdauert, liegt vielleicht an der Kraft der Liebe und gefällt mir eigentlich, jetzt wo ich mich mal so richtig damit beschäftige sehr gut.
Jetzt mal ehrlich, ein Dinner mit meinem Jani, an diesem Tag der Liebe, muss doch drin sein.
Ich habe mit meinen Girls heute Morgen, auf dem Weg zur Schule, geklärt das wir heute Abend in ein schönes Restaurant dürfen und die Kinder sich ausnahmsweise mal selbst ins Bett bringen. Eine Blume werde ich meinem Jani natürlich auch noch kaufen und ein Schokoladenherz. Nicht das mich dieser Valentinstag jetzt unter Druck setzt, aber so ein bisschen hab ich auf einmal schon das Gefühl, ich hab einen wichtigen Geburtstag verschlafen. Kennt Ihr das? Geburtstagstelefonat mit Eurer besten Freundin, nach fünf Minuten fragt Ihr nach, warum sie, an so einem schönen Tag, so schlechte Laune hat, und es stellt sich raus Ihr seit der Grund, da Ihr zwei Tage zu spät zum Geburtstag gratuliert. Ist mir einmal passiert und seit dem hab ich mir einen zehnfachen Alarm für Ihren Geburtstag im Kalender eingestellt.
Vielleicht gehe ich auch nachher einkaufen und koche einfach etwas Schönes. Die Frage ist, was koche ich und wer wäscht ab?
Gut. Ich denke wir gehen ins Restaurant. Ich wünsche Euch allen einen tollen Tag der Liebe, macht was Schönes und vor allem was für Euch. Wenn wir uns selbst nicht mögen, wird es mit der Empfindung von Liebe und auch mit dem „Liebe geben“ schwer. Also lasst uns doch am Valentinstag auch ein bisschen uns selbst verwöhnen.
Was mich jetzt gerade auf die Idee bringt, mir einen schönen Strauß Blumen kaufen zu gehen.
Euch einen glücklichen Valentinstag,
Eure Anna