Anna Loos https://anna-loos.de Offizielle Webseite Mon, 25 Nov 2019 16:27:41 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.3.2 AUF DIE GEMEINSAMKEIT… https://anna-loos.de/2019/10/03/auf-die-gemeinsamkeit/ Thu, 03 Oct 2019 13:34:25 +0000 https://anna-loos.de/?p=1187
30 Jahre ist es nun her das die Mauer zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland gefallen ist.
Die Diskussion, warum es nicht der 9.11. ist, an dem wir den Tag der Deutschen Einheit feiern, ist ja für alle die im Geschichtsunterricht aufgepasst haben, überflüssig. Da der 9. November seit dem Jahr 1938 leider für eine andere traurige Nacht in der Deutschen Geschichte steht, die Reichspogromnacht.

 

Ich habe kurz vor der Wende mein Land – die DDR, meine Familie und meine Freunde verlassen. Ich war jung, etwas naiv und sehr wütend, denn ich wollte nicht fremdbestimmte sein und empfand das System und die Politik in der DDR als zutiefst ungerecht und mein Leben dort unfrei.
Ich musste dieses Land verlassen, weil ich in ihm keine Luft mehr bekam und nicht atmen konnte.

 

Leider musste ich damit auch meine Familie und meine Freunde verlassen, denn damals war Deutschland eben noch in diese zwei Hälften geteilt.

 

Als am 9. November 1989 dann diese furchtbare Mauer fiel und die Grenzen geöffnet wurden, war das Glück das überwiegende und große Gefühl auf beiden frisch vereinten Seiten des Landes.

 

Dieses überschäumende Glück, warum lässt es sich nicht über all die Jahre halten?

 

Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie ich damals im „Westen“ auf ein tolles Gymnasium ging, kellnerte, putze, am Tresen arbeitete und schließlich studierte.

 

Ich hatte in dieser anfänglichen Zeit oft dieses seltsame Gefühl ein Gast in diesem Land zu sein. Die Menschen in meiner Umgebung sprachen oft über „diesen Osten“ und „die Menschen aus dem Osten“. Irgendwie hab ich mich dann da raus gearbeitet aus diesem Gefühl. Vielleicht gelang mir das, weil ich ein Macher bin und immer in Bewegung, dank meines Berufes kann ich das und vielleicht auch weil ich damals noch sehr jung war. Was für eine verrückte Zeit das war.

 

In den letzten Jahren habe ich mich allerdings oft gefragt, warum das 30 Jahre später immer noch so ist, warum immer noch manchmal mit eigenartiger Attitüde über „den Osten“ und diese „Menschen aus dem Osten“ gesprochen wird, und ob sich wohl all diese Menschen dadurch auch immer ein wenig als Gast in Ihrem Land fühlen, über die man da immer so spricht. So wie ich mich damals gefühlt hab.

 

Warum nur sprechen wir so selten über die Deutschen, ohne sie in Ost und West zu unterteilen, wie es die Mauer damals getan hat. Warum fühlen wir uns nicht als Eins?

 

Ich hab mich auch in letzter Zeit schon oft gefragt, warum wir diese wunderbare Demokratie, in der wir heute leben dürfen anzweifeln, anstatt sie zu leben, zu lieben und zu schützen.

 

Wir sollten beginnen die Probleme der Anderen noch mehr als unsere zu betrachten, denn wir leben gemeinsam in unserem Land und bilden gemeinsam unsere Gesellschaft, wir sind eine Nation.

 

Ich feiere den Tag der Deutschen Einheit heute in Hamburg, wo ich nach meiner Flucht gelebt und studiert habe. Ich denke oft zurück an diese Zeit und bin all den Menschen dankbar, die damals dafür gesorgt haben, dass ich mich nicht mehr als Gast fühlen muss, die mein Selbstbewusstsein gestärkt, meine Weltoffenheit geprägt und meinen Optimismus genährt haben.

 

Ich drehe heute hier mit meinem Filmteam, Menschen die aus verschiedenen Bundesländern stammen, die unabhängig von Ihrer Herkunft, heute gemeinsam etwas schaffen werden. Wir kaufen uns damit ein längeres Wochenende, da wir dafür Alle morgen frei haben, das haben wir gemeinsam beschlossen.

 

Auf die Gemeinsamkeit!
Lieben Gruss und einen tollen Tag der Deutschen Einheit wünscht Euch,
Eure Anna

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Vom Suchen und Finden… https://anna-loos.de/2019/04/21/vom-suchen-und-finden/ https://anna-loos.de/2019/04/21/vom-suchen-und-finden/#comments Sun, 21 Apr 2019 17:08:42 +0000 https://anna-loos.de/?p=1087 Mein Werkzeugkasten, ist nun schon über einem Monat draußen und unsere kleine, wunderbare Clubtour ist im Mojo-Club in Hamburg, meiner zweiten Heimat, zu Ende gegangen. Was für intensive Erlebnisse, was für eine unglaubliche Reise, was für eine schöne Zeit. Großen Dank an alle, die unsere Konzerte besucht haben!
Anfang 2017 hat diese fabelhafte Reise für mich begonnen. Das Songwriting wurde mehr und mehr zu einem Trip durch mein Leben. Ich wusste am Anfang nicht genau, wonach ich eigentlich suche. Klar war nur, dass mir bisher etwas fehlte. Etwas, das da war, das ich spüren, aber nicht greifen konnte. Zwei Jahre hat die Reise zum Werkzeugkasten gedauert, zwei Jahre voller Gedanken, Begegnungen, Fragen, Zweifeln, Erkenntnissen und Emotionen. Einige Türen haben sich in dieser Zeit für mich geschlossen, andere, ganz wunderbare haben sich mir geöffnet.
Ja… mit der Entwicklung ist es nicht immer leicht. Manche Menschen hätten gerne, dass alles genau so bleibt, wie es ist. Für mich fühlte es sich immer schon richtiger an, unterwegs zu sein, im Fluß zu bleiben. Nicht, dass ich die Angst vor Veränderungen nicht verstehen kann. Wenn man als Künstler einmal am Erfolg geschnuppert hat, einmal gespürt hat, wie es ist, die Menschen und Ihre Herzen zu erreichen, und dafür belohnt zu werden, dann ist das wie eine Droge und damit erwacht auch die Angst vor dem Verlust all dessen, was einem so gut tut.
Ja, wir Künstler haben einen Traumjob, aber einfach ist er nicht.
Wann ist man als Künstler erfolgreich, worin besteht eigentlich der wahre Erfolg eines Künstlers, und wie misst man überhaupt die Qualität von Kunst? Auf alle diese Fragen gibt es keine zufriedenstellenden Antworten. Alles ist immer sehr subjektiv und nur eine Momentaufnahme. Auch Erfolg lässt sich nicht festhalten, auch er unterliegt ständiger Veränderung. Denn nicht nur man selbst, sondern auch die Fans entwickeln sich, werden älter, reifer, machen neue Erfahrungen. Es gibt endlos viele Wege und jeder muss seinen eigenen finden.
Und mal ehrlich welcher Beruf oder welches Leben ist schon einfach? Gut, wenn man nicht alles alleine hinkriegen muss.
In dieser aufregenden Zeit der Veränderungen waren sehr besondere Menschen an meiner Seite, die an mein Vorhaben geglaubt haben und mit mir den Weg gegangen sind. Ohne diese Menschen hätte ich es nicht geschafft, meinen Traum vom Werkzeugkasten umzusetzen. Was ist eine Idee, so verrückt sie auch ist, ohne die Menschen, die daran glauben und helfen, sie Wirklichkeit werden zu lassen. Man braucht Verbündete! Ich habe das große Glück, meine Komplizen gefunden zu haben.
Da ist zum Beispiel meine Freundin und Managerin Josephine, die schon die erste zarte Idee, eigene Songs schreiben, ein Soloalbum zu versuchen, unterstützt hat.
 noch bevor klar war, was daraus jemals wird. Die mit großem Herz und scharfen Verstand über mich wacht und mir, wenn nötig, auch mal die Meinung sagt. 

Oder da ist Mic mein Freund und Produzent, der mich mit den ersten Nummern immer wieder nach Hause geschickt hat, bis ich auf dem Punkt war und der über ein halbes Jahr mit mir im Studio verbracht hat. Da ist Hartwig und sein Team von der BMG, die noch bevor das Album fertig war an mich geglaubt haben. Und da ist meine wunderbare Band: Conrad, Jakob, Sönke und Christian. Ich danke Euch allen für Euer Vertrauen und Eure Leidenschaft, Ihr seit so wahnsinnig tolle Musiker und so wunderbare Menschen. 

Und ich danke meiner Familie, Jani, Lilly und Lola, die mich versteht und supported, wie niemand sonst das kann.

Ich danke Allen, die mit mir und meinem Werkzeugkasten unterwegs sind und ohne die das alles es nicht so toll wäre, wie es ist: Domenique, Mille, Rocco, Henriette, Sarah, Madlen, Kirsten, Suzanne, Dennis, Dennis, Tom, Ralf, Richard, Frank, Pepi, Kathi, Ragna, Bernd, Kleo, Andrea, Tati, Birgit, Alex, Jens, Steffen, Alex, Jan, Baby, Jörg, Simone, Natascha, Angela, Ernst, Ramona, Uli, Finn, Danke.
Und ich danke allen, die neugierig auf meinen Werkzeugkasten waren, die sich die Zeit genommen haben einzuhören und allen, die auf unseren Konzerten waren.
Ich hab nach jedem Konzert beim Autogramme gegeben die Chance gehabt mit Euch zu sprechen, Euch in die Augen zu schauen und Euch zuzuhören. Ich danke Euch für all die tollen Worte, dafür das Ihr da wart und seit. 
Ihr habt diese Abende zu dem gemacht, was sie waren, einzigartig.
Was ich heute in den Händen habe, ist das was ich gesucht hab, der Beginn meiner musikalische Identität. Ich habe meine Geschichten, komprimiert und in Konserven verpackt, die andere Menschen öffnen können, um sie mit den Geschichten Ihrer Leben zu füllen.
So viele einzigartige und tolle Menschen begeistert zu haben, ein großartiges Team, mit Menschen die mich sehen, mich begreifen und ein wichtiges Stück Weg mit mir gehen zu haben, das macht mich sehr glücklich. 
Was mir auf dieser Reise wieder klar geworden ist, ist dass mein Weg nirgendwo endet, er geht immer weiter und ist ständige Entwicklung. All die Stationen, die ich zurücklege sind Teile dieses Weges. Die Freude über jeden einzelnen Schritt, ist das ist was mein Leben ausmacht.
Musik berührt unsere Emotionen wie keine zweite Kunst und unsere Emotionen sind genau das was uns vereint, unser kleinster gemeinsamer Nenner. Ich freue mich auf ein paar schöne Konzerte im Sommer 2019 und lass Euch die Termine wissen, sobald ich alle zusammen habe.
Frohe Ostern für Euch Alle!
Eure Anna 
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Valentinstag, der Tag der Liebenden https://anna-loos.de/2019/02/14/valentinstag-der-tag-der-liebenden/ https://anna-loos.de/2019/02/14/valentinstag-der-tag-der-liebenden/#comments Thu, 14 Feb 2019 16:46:27 +0000 https://anna-loos.de/?p=1040
Heute Morgen hat meine kleine Tochter Schokolade für Ihre Freunde in Ihren Schulrucksack gepackt, Sie hatte wunderschöne Herzchen dazu gemalt.
Da fiel es mir ein, verdammt es ist Valentinstag und ausgerechnet heute hat unsere Kinderfrau frei.
Bis heute dachte ich, Valentinstag sei eine Erfindung der Amerikaner, um auf Ihre turbokapitalistischen Art einen frischen Dollar zu machen. Ich habe es heute mal nachgeblättert und festgestellt, ich habe mich geirrt. Englische Auswanderer nahmen das Brauchtum zum Valentinstag mit in die Vereinigten Staaten. Und in Westdeutschland wurde der Valentinstag wiederum nach dem Zweiten Weltkrieg durch dort stationierte US-Soldaten verbreitet. Im Jahre 1950 veranstaltete man in Nürnberg den ersten „Valentinsball“, wahrscheinlich mit einer Menge Lebkuchenherzen.
Da es in der DDR weder Amerikaner noch Engländer gab, gab es bei uns im Osten auch vor 1989 keinen Valentinstag.
Die Wiedervereinigung feiert in diesem Jahr 30. Geburtstag, das heißt seit 30 Jahren ist der Valentinstag nun gesamtdeutsch.
Aber wie man sieht, hab ich ihn immer noch nicht auf den Schirm, was vielleicht ein gutes Zeichen ist, da mich augenscheinlich die Werbung nicht erwischt, und ich sozusagen nicht unter dem Einfluss der Großkonzerne meine Woche strukturiere.
Aber was ist denn jetzt eigentlich der Ursprung vom Valentinstag? Es gab einen heiligen Valentin, obwohl man sagen muss, dass im heiligen Verzeichnis, unter dem 14. Februar, mehrere Valentins stehen, nämlich drei. Ein römischer Priester, ein Bischof der italienischen Provinz Terni und noch ein dritter, der mit christlichen Märtyrern in Afrika gelitten haben soll. Wobei ich finde, dass der in Rom, als Priester, arbeitende Valentin als Schutzpatron der Liebenden am besten passt. Es sieht so aus, als wäre dieser Valentin damals zum Tode verurteilt worden, da er verbotenerweise junge Paare nach christlichen Zeremoniell traute. Die Legende sagt, dass der zu Tode verurteilte einem Blinden Mädchen einen Brief schrieb, der wiederum der Guten das Augenlicht wieder gab. Mein Gott, das alles war vor einer Ewigkeit und hat trotz allem überdauert, liegt vielleicht an der Kraft der Liebe und gefällt mir eigentlich, jetzt wo ich mich mal so richtig damit beschäftige sehr gut.
Jetzt mal ehrlich, ein Dinner mit meinem Jani, an diesem Tag der Liebe, muss doch drin sein.
Ich habe mit meinen Girls heute Morgen, auf dem Weg zur Schule, geklärt das wir heute Abend in ein schönes Restaurant dürfen und die Kinder sich ausnahmsweise mal selbst ins Bett bringen. Eine Blume werde ich meinem Jani natürlich auch noch kaufen und ein Schokoladenherz. Nicht das mich dieser Valentinstag jetzt unter Druck setzt, aber so ein bisschen hab ich auf einmal schon das Gefühl, ich hab einen wichtigen Geburtstag verschlafen. Kennt Ihr das? Geburtstagstelefonat mit Eurer besten Freundin, nach fünf Minuten fragt Ihr nach, warum sie, an so einem schönen Tag, so schlechte Laune hat, und es stellt sich raus Ihr seit der Grund, da Ihr zwei Tage zu spät zum Geburtstag gratuliert. Ist mir einmal passiert und seit dem hab ich mir einen zehnfachen Alarm für Ihren Geburtstag im Kalender eingestellt.
Vielleicht gehe ich auch nachher einkaufen und koche einfach etwas Schönes. Die Frage ist, was koche ich und wer wäscht ab?
Gut. Ich denke wir gehen ins Restaurant. Ich wünsche Euch allen einen tollen Tag der Liebe, macht was Schönes und vor allem was für Euch. Wenn wir uns selbst nicht mögen, wird es mit der Empfindung von Liebe und auch mit dem „Liebe geben“ schwer. Also lasst uns doch am Valentinstag auch ein bisschen uns selbst verwöhnen.
Was mich jetzt gerade auf die Idee bringt, mir einen schönen Strauß Blumen kaufen zu gehen.
Euch einen glücklichen Valentinstag,
Eure Anna 
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Ferien und andere Katastrophen … https://anna-loos.de/2019/02/11/ferien-und-andere-katastrophen/ https://anna-loos.de/2019/02/11/ferien-und-andere-katastrophen/#comments Mon, 11 Feb 2019 17:00:48 +0000 https://anna-loos.de/?p=1020 Wie auch Jani, hab ich alle meine Termine, vor und nach den Winterferien, übereinander gestapelt, um es unserer Familie möglich zu machen, in die Skiferien zu reisen. Eine Woche im Schnee, wo unsere Schlitten doch hier, in Berlin, schon ein paar Jahre sinnlos sind.
Unsere Große durfte Ihre Freundin mitnehmen, also waren wir zu fünft unterwegs. 
Wir sind auf die Empfehlung eines Freundes in ein Hotel in Tirol gefahren, ein Familienhotel, für Groß und Klein was dabei. 
Als wir dort ankamen, wurden uns das Auto und die Koffer abgenommen und wir wurden freundlich willkommen geheißen, das war schon mal ein toller Start. 
Ich hatte ein wenig Angst, vor lauter Stress, für einen von uns Handschuhe, Skiunterwäsche oder sonst irgendetwas vergessen zu haben. Aber, nach dem alle das erste Mal von der Skipiste zurück waren, und geduscht und gecremt am Dinner-Tisch sahen, stellte ich voller Stolz fest, ich habe an alles gedacht.
Mit Stolz erfüllter Brust schaute ich in die Menükarte, um mein Essen auszuwählen. Auf einmal lass ich es …, kursiv gedruckt und fett stach es aus dem restlichen Text hervor:
„Wir bitten Sie höflichst, zum Dinner in angemessenerer Abendkleidung zu erscheinen.“
Ich schaute mich unauffällig um und sah, dass all die Damen und auch die Herren, sehr fein gekleidet waren, und noch während ich überlegte, ob all diese fein gekleideten Menschen tatsächlich auch Skiurlaubs-Gäste des Hotels waren, und wie sie wohl diese ganzen Klamotten in Ihren Koffern hier hertransportiert hatten, oder mit wie vielen Koffern sie wohl angereist waren, dämmerte mir, dass ich für diesen Fall keine Kleidung eingepackt hatte. Es hätte sowieso nichts mehr in unsere Koffer gepasst, denn schon vor unserer Abreise wurde beim Koffer packen deutlich, Skisachen nehmen viel Platz im Koffer weg, daher beschränken wir uns, was den Rest angeht, auf das Nötigste. 
Warme und bequeme Sachen, Schwimmbrillen, Bücher, Kuscheltiere und eben das Nötigste, und damit platzen unsere Gepäckstücke schon fast aus den Nähten.
Fünf Leute, macht fünf Koffer, macht im Auto fünf Sitze und einen, mit viel Geschick, vollgestopften Kofferraum. 
Das keiner von uns auch nur einen Rollkragenpullover oder eine dicke Hose gebraucht hätte, da es in dem gesamten Hotelkomplex sehr warm war, hatte ich eben so nicht geplant. Es hieß ja wir fahren in die Berge und da ist richtig Winter.
Da sahen wir fünf nun, die gesamte Woche, in unseren gemütlichsten Schlaber-Klamotten zum Dinner. Alle um uns herum in feinster Abendgarderobe, die Frauen in Kleid, oder Rock und Bluse, die Herren im Sakko und Hemd. 
An unserem Tisch wurde trotzdem laut gelacht und wir hatten eine tolle Zeit. Das wir nicht nach den Regeln des Hauses angezogen waren, wurde wahrgenommen, aber  rausgeflogen sind wir, Gott sein Dank, nicht. 
Es waren sehr schöne Winterferien mit viel Schnee und jeder Menge guter Laune. Wir sind Skigefahren, haben gute Freunde aus Österreich wiedergetroffen, waren schwimmen, haben richtig gut gegessen, wir hatten eine tolle Woche als Familie und jetzt freu ich mich auf zu Hause, auf Toni, Abbie, Tiger und mein gutes Bett und meine Kaffeemaschine.
Happy Monday für Euch alle,
Eure Anna 

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Leb Deinen Traum… https://anna-loos.de/2019/02/08/leb-deinen-traum/ https://anna-loos.de/2019/02/08/leb-deinen-traum/#comments Thu, 07 Feb 2019 23:00:09 +0000 https://anna-loos.de/?p=985 Das sagt sich leicht und klingt erstmal gut. Aber auch den schönsten Traum lebt man nicht einfach so, sondern muss oft einen langen und steinigen Weg gehen, bis man das endlich sagen kann: Ich lebe meinen Traum. Hat man es geschafft, wird man allerdings auch ganz anders für sein Durchhalten belohnt. Bei mir war es immer das Musik-machen. Schon mit 12 Jahren wollte ich Sängerin werden, mit 14 habe ich dann versucht, eigene Songs zu schreiben, und heute, ein halbes Leben später, halte ich meine erstes, selbst gemachtes Album in der Hand, meinen WERKZEUGKASTEN.

Es ist vieles passiert in diesen Jahren und das Schreiben der Songs für mein Album war eine sehr emotionale Reise durch meine bisherige Zeit auf diesem Planeten. Jeder Song ist eine Haltestelle. Ich musste oft schmunzeln auf dem Weg in die Vergangenheit und wieder zurück. Manches brachte mich zum Lachen, anderes ließ Tränen fließen. Das alles ist nun irgendwie zu Musik geworden, zu Textzeilen, kleine Konservengläser meines Lebens.

Schnell war mir klar, dass aus der Idee nachzuschauen was mich da umtreibt, ein Album wächst. Das Ganze hatte in einem solchen Tempo eine Eigendynamik entwickelt, das ich oft das Gefühl hatte, in einem Teilchenbeschleuniger mit bis zu 300 km pro Sekunde unterwegs zu sein.
Ja …, das ist ein persönliches Album.

Klar hatte ich auf meinem Weg auch Zweifel, klar hat meine Idee nicht überall Begeisterung ausgelöst, und klar hat auch mein Tag nur 24 Stunden und die sind bereits ziemlich voll, aber ich kann nicht aus meiner Haut. Wenn jede Pore in mir sagt, mach-Anna-komm-Anna-mach, dann muss ich wagen, kämpfen, ausprobieren, experimentieren und manchmal eben einfach machen.

Als ich klein war, hat mein Papa mich immer Träumer oder Clown genannt. Clown, weil ich meistens ohne Punkt und Komma geredet habe und nie still sitzen konnte, und Träumer, weil ich einfach oft verrückte Ideen hatte. Er hat damals gesagt: „Ich wünsche mir, dass Du für Deine Träume aufstehst, für sie etwas riskierst und dass Du sie lebst.
Und ich denke, genau das bin ich geworden. Eine Frau, für die gilt: „geht nicht, gibt es nicht“, die Ihre Träume lebt, die etwas schaffen und damit etwas hinterlassen will, das nachhaltig ist.

Als wir an dem Punkt waren, dass die ersten Videos gedreht werden sollten, hatte ich jede Menge Ideen. Die meisten waren leider zu teuer, um sie umzusetzen, aber es hat Spaß gemacht drauf rum zu denken. Je mehr ich versuchte, meinen Leuten all die Ideen zu erklären, um so stärker wuchs mein Wunsch das Ganze selbst zu inszenieren. Die Regie für meine ersten vier Videos zu übernehmen, lag dann für mich irgendwann auf der Hand.
Ich wusste, vier Tage für vier Videos, das ist sportlich und wird anstrengend, und zwar für alle.
Wahnsinn…!

Neben meinem wunderbaren Kameramann, Ralf Noack, hatte ich ein unglaubliches Team an meiner Seite und dafür bin ich unendlich dankbar. Ralf, Pepi, Kathi, Floh, Ragna, Max, Frank, Paula, Richart, Uli, Franky, Tobias, Michael, Birk und natürlich Onkelchen Bernd, ich danke Euch für Euren geilen Support.

Für das Video Startschuss z. B. Hatte ich die rettende Idee, meinen alten Freund, den Schauspieler, Aleksandar Jovanovic, zu fragen, ob er mich für die Choreografie unterstützen mag. Aleksandar hatte schon immer ein wahnsinniges Händchen für Bewegungen, ich glaube, er wäre auch ein Ausnahme-Tänzer oder ein Meister-Choreograf geworden.
Wie immer hatten wir beide, bei unserem ersten Telefonat zu dem Thema, wenig Zeit. Aleksandar sagte: „Klar ich bin dabei, ich helfe Dir Anna.“

Ein paar Wochen später, holte ich ihn, witziger Weise, von seinem Tanztraining für eine Filmrolle ab und wollte mit ihm beim Kaffee ein wenig genauer besprechen, was ich da so vorhatte.
Irgendwann stand er auf, fasste sich an die Stirn und sagte. „Anna, ich dachte, ich soll Dich ein wenig coachen, was Deine eigenen Bewegungen angeht, aber Du hast nichts von zwanzig bis fünfundzwanzig Leute gesagt, die keine Tänzer sind. Du bist verrückt!“

Ihr müsst wissen, ich habe viele Jahre gemeinsam mit Aleksandar in einer WG gewohnt, er ist für mich wie ein Bruder. Wir sind damals oft umgezogen. Und es kam schon mal vor, dass ich am Tag des Umzuges glorreiche Ideen hatte, wie z. B. Die Nacht damit zu verbringen, in der gesamten Wohnung, die Auslegware und die sich darunter befindenden riesigen Press-Holz-Platten herauszureißen um dann am nächsten Tag die alten Dielen abzuschleifen und zu ölen.
Ist nicht so, dass Aleksandar sich nach den Aktionen nicht gefreut hat, das wir so Sachen durchgezogen haben und danach eine mega Bude hatten, aber in dieser Nachte, voller Arbeit, hat er mich einfach verflucht.

„Du bist verrückt!“ …, diesen Satz hatte ich von Ihm also nicht zum ersten Mal gehört und wir beide mussten schallend lachen, da wir mit Ihm im Wurmloch der Zeit zurückreisten, in unsere einzigartigen, wunderbaren Studententage.
Wieder ein paar Tage später, stand Aleksandar dann an unserem Set und brachte, gemeinsam mit mir, einen Tag lang, 25 Freunde, die keine Tänzer waren, dazu sich durch die Kulisse zu bewegen, als wären sie welche. Es war der dritte von vier Tagen unseres Videodrehs und ich war über glücklich, das mein Freund, mal wieder eine meiner verrückten Ideen mit mir gegangen ist.

Als ich am Abend nach dem Dreh im Bett lag, dachte ich lange darüber nach, was genau Menschen dazu bringt, zu versuchen Ihre Visionen und Träume zum Leben zu erwecken. Was genau macht den Unterschied, zwischen denen die Ihre Träume leben und denen die eben nur träumen.

Vielleicht ist es der Mut zu scheitern, oder die Suche nach Menschen – die an einen Glauben, oder weil man keine Ausreden mag und sich seiner Furcht stellen will, oder einfach nur der simple Drang seinem Herz zu folgen und das Glück in die eigenen Hände zu nehmen.
Was auch immer der exakte Antrieb ist, es ist schön die Komfortzone manchmal zu verlassen, es ist toll sich selbst zu überraschen und verantwortlich für sein Glücksgefühl zu sein und es ist überhaupt nicht schlimm auch mal einen Fehler zu machen.
Lasst uns unsere Träume leben!
Eure Anna

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Die Kunst des Abschieds https://anna-loos.de/2018/12/31/die-kunst-des-abschieds/ https://anna-loos.de/2018/12/31/die-kunst-des-abschieds/#comments Mon, 31 Dec 2018 19:53:52 +0000 https://anna-loos.de/?p=87 Das alte Jahr geht zu Ende und zeigt noch mal, was es so zu bieten hatte. 2018 war ein tolles, volles, krasses, kreatives, intensives, verrücktes und bezauberndes Jahr, und wäre es geblitzt worden, es wäre viel zu schnell unterwegs gewesen! Es gab ein paar Lektionen zu lernen, vor allem über mich selbst.
Dass ich ein Freigeist bin, oft impulsiv und etwas ungeduldig, wusste ich ja schon. Nun hätte ich schwören können, dass ich auch ein super Zuhörer bin, der andere in aller Ruhe ihre Gedanken ausformulieren lässt und geduldig wartet, bis sie zu Ende gesprochen haben, bevor ich antworte. Aber siehe da, in dieser Sportart habe ich noch Trainingsbedarf. Gut, dass bald ein neues Jahr anfängt. Da nimmt man sich bekanntlich ja immer viel vor.

Ich liebe Menschen, das gilt erst einmal für alle. Bei der ersten Begegnung bekommt jeder einen Bonus von mir, ich denke dann: „Du bist bestimmt eine coole Type und hast interessante Gedanken!“ Bei näherem Kennenlernen stelle ich dann oft fest, dass ich richtig lag. Und wo nicht… naja, da schalte ich eben einen Gang zurück oder ziehe den Zündschlüssel.

Ehrlichkeit ist für mich wichtig. War es immer und ist es immer. Nicht militant bis in die kleinste, entlegenste, geheime Ecke hinein, aber als Basis finde ich sie unverzichtbar. So, dass manchmal bei mir Ehrlichkeit die Höflichkeit rechts überholt. Das ist nicht immer nötig, aber dann habe ich es auch schon ausgesprochen und es gibt kein Zurück mehr. Auch das eine Baustelle fürs neue Jahr.

Übrigens habe ich mich auch gebessert. Ein grandioser Austeiler war ich immer schon, aber inzwischen bin ich auch ein besserer Einstecker geworden. Ich sehe nicht in allem gleich eine persönliche Attacke und muss nicht mehr auf jede Barrikade gehen, die da herumsteht. Check!

Insgesamt spüre ich die Vorwärtsbewegung, dass ich unterwegs bin auf meinem Weg. Gerade fühlt es sich seit langem wieder so an, als trete ich nicht in die Fußstapfen von jemand anderem, sondern hinterließe meine eigenen im frischen Pulverschnee des Lebens, das noch vor mir liegt. Wieder Check!

Mein Opa war ein einfacher Mann, ein Bauer, dessen täglich Brot vor allem harte Arbeit war. Er redete nicht viel, aber vieles, was er sagte, habe ich nie vergessen. Zum Beispiel: „Du musst die Kunst des Abschieds lernen. Denn genau so, wie man sich verabschiedet, wird sich der Neuanfang gestalten.“

Als Kind dachte ich, woher sollen der neue Mensch oder das neue Paar Schuhe denn wissen, wie ich mich von den alten verabschiedet habe? Das kann doch gar keinen Einfluss auf die neuen Menschen oder Dinge haben, die in mein Leben kommen. Heute weiß ich es besser. Ich glaube nicht an Geister, Hexen und Gespenster, aber ich glaube an positive und negative Energien, die jedem Menschen Kraft seines Willen, seiner Liebe, seines Herzens – kurz seiner Seele anhaften. Manche nennen es Karma. Ich glaube, dass wir Gutes nur ernten, wenn wir auch Gutes sähen und dass Hass und Häme, mit der wir anderen begegnen, auf uns zurück schlägt. So, wie ein Bumerang. Das Gift, dass wir gegen andere versprühen, wird uns selbst vergiften. Umgekehrt gilt dasselbe, klar. Nur eben umgekehrt. Auf manchen Toiletten hängen Schilder, auf denen steht: Bitte verlassen Sie diese Toilette so, wie Sie sie vorzufinden wünschen! Dieser schlichte Spruch trifft es ganz gut.

Verabschieden wir also das alte Jahr so, wie wir das neue begrüßen möchten: mit guten Gefühlen, mit Neugier, frischen Ideen, mit Lust und Freude, Zuversicht und vor allem voller Liebe! Wer nicht selber liebt, kann auch nicht von anderen geliebt werden, oder lieben.

Auch wenn es manchmal nicht so scheint, ich bin sicher, wir können die Welt verändern.
Ich freu mich riesig auf das nächste Jahr, mit meiner Familie, meinen Freunden, meinem Team, meinen Partnern, meiner Platte, meinen Konzerten, meiner Helen Dorn, meinen Träumen und meinen Fragen.

Habt Alle einen guten Rutsch.

Eure Anna

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Der Geist der Weihnacht…???? https://anna-loos.de/2018/12/24/der-geist-der-weihnacht/ https://anna-loos.de/2018/12/24/der-geist-der-weihnacht/#respond Mon, 24 Dec 2018 19:26:19 +0000 https://anna-loos.de/?p=72 Am Ende jeden Jahres fällt mir auf, dass ich zu keiner Zeit größeren Stress habe, als zur Weihnachtszeit. Und obwohl ich mir spätestes ab dem 20.12. wünsche, die Tage mögen doch bitte achtundvierzig Stunden haben, um alles zu besorgen und zu organisieren, was nötig, verschwindet eines niemals aus meinem Gesicht – das Lächeln. Warum ist das so? Ich sollte doch müde dreinblicken, schlecht gelaunt sein, gereizt, genervt und erschöpft wirken. Was ist falsch mit mir?
Ich habe gelesen, dass ein berühmter Stressforscher (mega Beruf) gesagt hat, Stress sei die Würze des Lebens. Natürlich nicht jeder x-beliebige, sondern nur einer, der positive! Eustress, nennt man diese gute Form von Stress, die uns zwar extrem fordert, aber für etwas, dass wir lieben. Die Vorsilbe „Eu“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „gut“. Weihnachten stresst mich also, aber das tut mir gut.
Heute, am Weihnachtsmorgen, ist unsere kleine Katze Suzi gestorben, sie ist leider nicht sehr alt geworden und war das Haustier unserer jüngeren Tochter. Das Fest der Liebe und der Freude wurde jäh und unerwartet zu einem Trauertag. Eigentlich wären noch ein paar letzte Einkäufe zu erledigen gewesen, aber so unternahmen wir zur Ablenkung für uns alle, aber vor allem für unsere Kleine, eine Fahrradtour. Sie selbst hat sich das gewünscht. Die Bewegung an der kalten Luft und die damit verbundene Anstrengung hat uns allen geholfen, nicht mehr ganz so traurig zu sein. Schon auf dem Rückweg wurde klar, dass der nahende Ladenschluss alle Chancen, doch noch einzukaufen, zunichte machten würde. So haben wir notgedrungen ein paar Anrufe an unsere Familie und Freunde gestartet.
Wer Zeit hatte, kam vorbei, brachte mit, was zu Hause entbehrlich war, setzte sich zu uns um unseren alten, großen Holztisch und blieb länger, als geplant. Wir schauten Bilder von Suzi an und redeten über die schöne Zeit, die wir mit Ihr hatten. Am Ende blieb so viel Essen und Trinken  übrig, dass wir wahrscheinlich bis Silvester noch davon zehren können. Mir wurde wieder einmal klar, worauf es zu Weihnachten wirklich ankommt. Nicht um teure oder exklusive Geschenke, den Jahrhundert-Wein und auch nicht um die Weihnachtsgans in Rekordgröße. 
Auch selbstgemachte Limonade, Bockwürstchen und Kartoffelsalat geben ein herrliches Festmahl, wenn man es mit der richtigen Menschen teilt. Wenn ein guter Geist durch die Gespräche weht und man beieinander ist, wenn mehrere Generationen zusammenkommen und es die selbstverständlichste Sache der Welt ist. 
Zu Weihnachten funkelt und leuchtet es überall, es gibt schon eine Menge Lametta und Bling-Bling, aber das Leben ist nichts für Feiglinge. Wirklich stark, ist man nur in einer guten Gemeinschaft. Ich bin sehr dankbar für meine wunderbaren Eltern, die mir so viel Liebe gegeben haben, dankbar für den besten Mann der Welt, meinen Jani, der nebenbei auch noch ein Superpapa ist. Ich bin unendlich dankbar für meine beiden gesunden und einzigartigen Kinder, dankbar für unsere tollen Hunde und die eine, uns noch gebliebene Katze, die alle zu unserer Familie gehören. Und für die kurze Zeit mit unserer Suzi bin ich dankbar. Der Tag lief anders, als geplant, weil sie starb. Vielleicht denken jetzt einige, hey, es war nur ne Katze, nun lass mal die Kirche im Dorf, sowas passiert halt. Ja sie war unsere Katze und wegen ihr wurde die dieser Tag erst zu einem der traurigsten des letzten Jahres, aber dann auch zu einem der schönsten.
Ich bin dankbar für meine Familie & Freunde, die gelassen, treu und voller Liebe meine Stärken und auch meine Schrullen ertragen.
Ich liebe Weihnachten und den Eustress, den es auslöst. Ich wünsche Euch alle eine gesegnete und glückliche Zeit, 
Eure Anna 

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